06 Juli 2017

Frischen Pfefferminztee und andere Kräutertees gut zubereiten

Jetzt im Sommer wachsen wieder Minze, Zitronenmelisse & Co. frisch auf dem Balkon, Fensterbrett oder im Garten. Ein Tee daraus erfrischt oder entspannt auf wohltuende Weise. Um den guten Geschmack eines Tees aus frischen Kräutern noch zu intensivieren, gibt es eine einfache Möglichkeit.

Zerknautsche die Kräuter kräftig, bevor Du sie in die Kanne oder Tasse gibst. Damit setzt Du nicht nur den herrlichen Duft frei sondern brichst die Oberfläche der Blätter so auf, dass die Pflanze die Aroma- und Inhaltsstoffe noch viel besser an das kochende Wasser abgibt. Wenn Du die Kräuter auf ein Brett legst und kräftig mit dem Stößel eines Mörsers oder einer sauberen Flasche darüber rollst, ist die Wirkung noch intensiver. Damit erreichst Du die gesamte Oberfläche. Bis zu 10 Minuten ziehen lassen und Du hast einen sehr schmackhaften und wohltuenden Tee.

Genieße die Zubereitung, seine Wärme, den Geschmack und den Duft ganz bewusst und Du holst durch das Teetrinken ein entspannendes und entschleunigendes Ritual als Pause in Deinen Alltag. Gönne Dir zwischendurch diese kleine Auszeit, um mit Deinen Sinnen einmal raus aus dem Kopf und wieder hinein in den Körper zu kommen. Sorge einfach gut für Dich und hab eine schöne Sommerzeit.

31 Mai 2017

Wenn...



Wenn ich es könnte, wäre ich ...

ein funkelnder Tautropfen in der Sonne

ein Lied auf fröhlichen Lippen
eine züngelnde Flamme im Feuer

ein Flüstern in den Blättern der Bäume

eine warme Erinnerung des Herzens
eine blühende Blume im Frühlingsgarten

ein süßer Geschmack eines Herbstapfels

eine unvergessliche Liebe eines Lebens
eine grüne Welle im Ozean

Aber vielleicht war ich es schon

seit unendlichen Zeiten
und werde es immer wieder sein



Lebenslilie

24 Mai 2017

Durcharbeiten


Ein langes Wochenende steht für viele von uns bevor, wie schön! Doch stell Dir vor, Dein Chef wäre heute zu Dir gekommen und hätte gesagt: „Ich habe mir gedacht, sie könnten doch dieses Wochenende mal durcharbeiten. Sie sind gerade so schön drin, das wäre doch prima.“ Lächelt und geht davon – den Grund nennt er nicht.

Mit größter Wahrscheinlichkeit würdest Du eine ungläubige oder aufgebrachte Reaktion zeigen. „Wie kann er nur? Spinnt er jetzt völlig? Was soll das überhaupt?“ Aber Du würdest wohl gehorchen und es tatsächlich tun. Nicht, weil Du Angst hättest, bei einer Weigerung Deinen Job zu verlieren oder weil Du nicht Nein sagen kannst sondern weil Du es gewöhnt bist.

„Was? Nein, auf keinen Fall!“, könntest Du sagen und Du würdest es trotzdem tun. Weil Du es gewöhnt bist. Dein Körper ist es nämlich aller Wahrscheinlichkeit gewöhnt. Er hat Deine Arbeitshaltung in seinem Gedächtnis gespeichert und was er sich so gut gemerkt hat, behält er ganz häufig auch in der Freizeit bei. Büromenschen können wahrscheinlich ein Lied davon singen, wie sie, sobald sie am Computer sitzen, bald den Hals wie eine Schildkröte vorstrecken, im Oberkörper einsacken, die Schultern hochziehen und vor sich hintippen.

Diese Anspannung wird oft sogar im Gehen noch beibehalten. Schau Dich einmal um, wie die Menschen gehen. Schultern fest, kein Armeschlenkern und oft eiliger Stechschritt. So gut hat sich der Körper die Eile und Spannung gemerkt. Sein gutes Gedächtnis ist auch der Grund, warum er sich auch bei längerer Pause das Fahrradfahren oder das Schwimmen gemerkt hat oder handwerkliche Griffe, Tanzen, Stricken, Sportlern. Er weiß einfach, wie es geht, ohne dass Du es immer wieder neu lernen musst.

Das sich negativ auswirkende „Steckenbleiben in schlechter Haltung“ nennt Helga Pohl, eine „Verspannungsgewohnheit“. Sie kann so sehr in die gewohnte Haltung übergehen, dass man es schon gar nicht mehr merkt, wie man sie auch in der Freizeit weiter mit sich herumträgt – und sozusagen weiterarbeitet.

Da hilft nur Achtsamkeit, Bewusstsein und das regelmäßige Üben von Entspannung und Entschleunigung. Auch das merkt sich der Körper und bekommt Routine darin, wieder loszulassen, weichere Bewegungen zu machen und flexibel zu bleiben. Denn er ist Abwechslung zwischen Anspannung und Entspannung gewöhnt. Man muss es ihm nur beibringen und regelmäßig tun. Und genau das wünsche ich Dir für Dein langes Wochenende und immer für die Zeiten, in denen Du wieder zurückgehst in Deine natürliche und freie Haltung.

24 April 2017

Sorgen wie Nudeln

Hab einen sorgenfreien und entspannten Wochenstart mit dieser kleinen Alltagsweisheit...



Und falls Du Lust hast, in kleinen und größeren Weisheiten zu stöbern, findest Du hier eine kleine Sammlung davon.

17 April 2017

25 Zitate über Bäume

Bäume sind wahre Wunderwerke der Natur. Sie geben uns eine gute Sauerstoffversorgung, einige tragen nahrhafte Früchte, sie bieten Bau- und Brennholz, sind Lebensraum für Tiere und spenden Schatten an sonnigen Tagen. Dies sind nur einige praktische Umstände ihrer Gegenwart in unseren Gefilden. Jedoch schenken sie uns auch Entspannung und sind förderlich für unsere Gesundheit. Ein mehrstündiger Aufenthalt im Wald wirkt entschleunigend und klärend. Zudem stärken die Moleküle der Waldluft unser Immunsystem. Mittlerweile entsteht sogar eine Heilform, die sich Waldtherapie nennt, um den Menschen die Natur wieder näher zu bringen und um ihr Wohlbefinden zu fördern.

Wir haben eine tiefe Beziehung zu Bäumen, denn sie sind von alters her nicht nur nutzbringend sondern auch Symbole für Weisheit, Ruhe, Leben, Inspiration und vieles mehr. Ihre Symbolkraft schlägt sich auch in Volksweisheiten und Zitaten nieder. Hier sind einige gesammelt, die Dir Freude und Muße schenken mögen. Und vielleicht bekommst Du einmal wieder Lust, Dir eine Auszeit von der Alltagswelt im Wald zu gönnen.




Leben. Einzeln und frei wie ein Baum und brüderlich wie im Wald.

Nazim Hikmir oder Hikimet



Wer durch Wälder wandert, erlebt die Persönlichkeiten der Bäume. Dort stehen sie schweigend und würdevoll, doch niemals unfreundlich. Und oft ist uns dann, als würden sie mit voller dunkler Stimme zu uns reden.

John F. Carlson



Planst Du ein Jahr, so säe Korn, planst Du ein Jahrtausend, so pflanze Bäume.

Chinesische Weisheit



Das Erlebnis eines Frühlingswaldes kann dich mehr über den Menschen lehren, über Moral, das Böse und das Gute, als alle Weisen.

William Wordsworth



Neue Leute dürfen nicht Bäume ausreißen, nur um zu sehen, ob die Wurzeln noch dran sind.

Henry Kissinger





Bäume sind Heiligtümer. Wer mit ihnen zu sprechen, wer ihnen zuzuhören weiß, der erfährt die Wahrheit. Sie predigen nicht zu Lehren und Rezepte, sie predigen, um das einzelne unbekümmert das Urgesetzt des Lebens.

Hermann Hesse



Im Schatten eines mächtigen Baumes gedeihen keine saftigen Früchte.

Volksweisheit



Ein ganzes Leben reicht nicht aus, das Wesen der Bäume zu ergründen. Macht euch mit Bäumen vertraut, mit ihrer Natur, ihrem Wachstum, ihrer Bewegung. Begreift sie als lebendige Wesen mit Kümmernissen und Sehnsüchten, die den unseren nicht einmal so unähnlich sind.

John F. Carlson



Ich verstehe nicht, wie man an einem Baum vorübergehen kann, ohne glücklich zu sein.

Fjodor Dostojewskij



Wir sind alle Blätter an einem Baum, keins dem andern ähnlich, das eine symmetrisch, das andere nicht, und doch alle gleich wichtig dem Ganzen.

Gotthold Ephraim Lessing




Im Wald verweilen, nicht eilen, horchen, nicht nur hören, schauen, nicht nur sehen, und bereit sein.

Erich Hornsmann



Die Höflichkeit ist ein Baum, der wenig kostet und viel trägt.

Aus der Provence



Dieses Gewächs … gleicht dem Menschen. Es hat eine Haut, das ist die Rinde; sein Haupt und Haar sind die Wurzeln; es hat seine Figur und seine Zeichen, seine Sinne und seine Empfindlichkeit im Stamme.

Paracelsus über den Baum



Durch geheime Bande knüpft die Natur das Schicksal der Sterblichen an das der Wälder.

Moreau de Jonnès



Unter den Bäumen regnet es zweimal.

Volksweisheit





In guten Stunden sprechen die Vögel, und die Wurzeln des alten Baumes singen.

Rainer Malkowski



Die vielen Bäume und die wenigen Menschen – die machen denn Wald so schön.

Otto Weiß



Wenn du einem Haine nahst, der mit alten, ungewöhnlich hohen Bäumen zahlreich bestanden ist und in welchem der Schatten der einander deckenden Zweige das Himmelslicht verbirgt: diese schlanke Höhe des Waldes, das Geheimnisvolle des Ortes, die Bewunderung des in dem weiten Hain so dichten und ununterbrochenen Schattens ruft in dir den Glauben an die Gottheit wach.

Seneca



So wie ein Baum mit der Zeit von selbst gerade wächst, kommt der Mensch im Alter zur Vernunft.

Redensart



Menschen, deren Verhältnis zur Natur, zu den Bäumen intakt ist, besitzen ein Reservoir, zu dem die Dämonen unserer Zeit keinen Zutritt besitzen.

K. Korn





19 März 2017

Ein Weg aus der Verspannung

Verspannungen können eine äußert lästige und schmerzhafte Angelegenheit sein. Die meisten Menschen können ein Lied davon singen, egal, ob sie sitzend oder im Stehen tätig sind. Manchmal bringen Massagen Linderung, ein neuer Stuhl, ein besserer Schreibtisch oder eine andere Haltung an der Werkbank helfen mitunter ein wenig. Aber das Übel lässt sich häufig nicht dauerhaft beseitigen. Viele von uns gewöhnen sich langsam an diesen Zustand und entwickeln eigene kleine Rezepte, um sich kurzfristig Abhilfe zu verschaffen. Aber bei der nächsten außergewöhnlichen Belastung oder unter Stress treten die Beschwerden noch schlimmer auf.


Wie schön wäre es, einmal wieder richtig beweglich zu sein, eine bessere und tiefere Atmung zu haben. Man würde eine andere Haltung bekommen, sich besser ausruhen können und mehr Leistungsfähigkeit und Lebensfreude entwickeln. Die Freude an mehr Bewegung wäre dauerhafter und auch im Oberstübchen gäbe es wieder mehr Beweglichkeit. Sogar die Entspannungsübungen werden wirkungsvoller, wenn der Körper sich wieder daran erinnert, wie sein Wohlbefinden sich denn anfühlt.


Sensomotorische Körpertherapie ein Schlüssel?


Tatsächlich hat die körpertherapeutisch arbeitende Psychotherapeutin Dr. Helga Pohl einen Weg gefunden, um vielen Patienten hier zu helfen. Aus eigener Betroffenheit mit starken Rückenschmerzen kam sie den Zusammenhängen von verspannten Muskeln und Bindegewebepartien mit stimmungsmäßiger und seelischer Verfassung auf die Spur. Sie entdeckte beispielsweise, dass Menschen, die an einer verspannten Vorderpartie des Körpers litten, in eine krumme Haltung (Stoppmuster) geraten waren und nicht mehr gut atmen konnten. Damit verschlechterte sich auch die mentale Verfassung und die Person sackte noch mehr in sich zusammen. Dies hat wiederum zur Folge, dass die Muskulatur für Ausgleich in der Haltung sorgen muss und noch mehr verspannt. Eine Dauerkontraktion der Muskeln ist die Folge und daraus resultierend auch oft Erschöpfung.


Dadurch, dass sie mit bestimmten Griffen und Übungen den Menschen wieder zu mehr Beweglichkeit und mehr Luft verhalt, blühten viele Patienten schon innerhalb kurzer Zeit auf. In vielen Fällen waren gesprächstherapeutische Ansätze einfach nicht hilfreich gewesen bei Menschen, die, ins psychosomatische Kästchen eingeordnet, in ihre Therapie kamen. Jedoch hatte die körpertherapeutische Arbeit baldige und nachhaltige Veränderungen bewirkt. So orientierte sie sich beruflich um und entwickelte die „sensomotorische Körpertherapie“, die sie seit 1994 in einem Therapiezentrum bei München anbietet. Sie gibt Seminare, bildet Therapeuten aus und verfasste das Buch: „Unerklärliche Beschwerden? Chronische Schmerzen und andere Leiden körpertherapeutisch verstehen und behandeln“.

 
In diesem Buch erklärt Helga Pohl anschaulich und auch für Laien verständlich, wie sich Leiden wie Rücken- und Kopfschmerzen, Ohrgeräusche, motorische Störungen, Depressionen und allerlei weitere – auch organische - chronische Beschwerden durch Verspannungen aufbauen können. Mit vielen Fallbeispielen verdeutlicht sie, wie es Menschen mit Leiden durch Verspannungen und der sensomotorischen Körpertherapie erging. Mittlerweile gibt es in vielen Städten Physiotherapeuten, Ärzte, Heilpraktiker, Bewegungstrainer etc., die diese Heilweise anbieten (Therapeutenliste). Natürlich gibt es nie eine Erfolgsgarantie und schlechte Angwohnheiten müssen abgelegt und gute neue entwickelt werden. Jedoch ist dies vielleicht eine Möglichkeit, wie man Hilfe oder Linderung für sich erfahren kann.


Die Lektüre des Buches ist recht erhellend zum Thema Verspannung und Entspannung und die wohltuende Wirkung einer solchen Behandlung kann tatsächlich gute Ergebnisse erzielen. Vielleicht ist ja auch für Dich eine Anregung dabei, um gut für Dich und Deinen Körper zu sorgen. Hab eine entspannte Frühlingszeit und genieße das Aufblühen der Natur.


Einige weitere Buchempfehlungen zur Entspannung, Entschleunigung und Inspiration findest Du in den Büchertipps der Lebenslilie.


07 März 2017

Anmut - Eine fast vergessene Qualität

Anmut wirkt anziehend auf uns Menschen, auch wenn dieser Begriff schon recht veraltet erscheint. Wir sehen sie bei Tänzern in ihrer Leichtigkeit und Eleganz. Wir schätzen ihre Harmonie und Schönheit, die von innen her leuchten und sich in der äußeren Form wiederspiegeln. Sie umgeben einen Menschen oder auch Dinge mit einem gewissen Zauber. Dann nehmen wir eine schöne Ausstrahlung und sogar einen Liebreiz wahr, der uns attraktiv erscheint. In Gegenwart von Anmut können wir uns leichter entspannen. Wie nehmen sie als positiv wahr.

Wie wäre es also, ein wenig mehr dieser Anmut in unser Leben einzuladen und sie für uns zu entwickeln? Sie zu beleben, kann wieder eine neue Qualität ins Leben bringen, die bereichernd und auch entspannend wirkt. Unser Alltag ist ohnehin schon voll von komplizierten Regeln und oft bleibt nicht viel Zeit zu allen möglichen Übungen. Hier könnte das Wiedererwecken der Anmut gute Dienste für eine harmonischere und entspanntere Haltung leisten – und zwar im buchstäblichen Sinne des Wortes. Möglicherweise kann man damit Verspannungen besänftigen und auch etwas aus dem Hamsterrad der Hektik herauskommen.




Wie aber kann man wieder anmutiger in der äußeren und auch inneren Haltung werden? Vielleicht können Dir einige der folgenden Gedanken hier Hinweise geben:


Richte Dich auf

Eine Hilfe kann die Vorstellung sein, dass ein goldener Faden an Deinem oberen hinteren Teil des Kopfes befestigt ist, der Dich in die Höhe zieht. Hals und Nacken werden damit lang, die Schultern senken sich ein wenig. Der Brustkorb wird freier und die Atmung leichter. Den Trick mit dem goldenen Faden kennt man z.B. auch aus der Yoga-Praxis, um sich besser aufzurichten.


Nimm eine flexible, fließende Haltung ein

Versuche, Starrheit in Deiner Haltung und auch beim Gehen wahrzunehmen und sie durch etwas Weichheit aufzulösen. Zu viel Kraft und Starrheit in der Aufrichtung erzeugt eine übergroße Spannung. Das berühmte „Brust raus, Bauch rein“ erzeugt diese Über-Spannung aber auch die bekannten hochgezogenen Schultern oder das Zähne-Zusammenbeißen.


Gib Deinem Atem Raum

Versuche, die Bauchmuskeln weniger zu spannen, sodass sich Dein Zwerchfell freier dehnen kann. Der Atem kann dann sowohl Bauch als auch die Seiten und sogar etwas den Rücken bewegen. Ebenso wird der Kopf freier und man ist nicht nur auf Automatismen in Gedanken und Bewegungen angewiesen, denn man erlangt für das gesamte Körpersystem mehr Raum.

Anmut ist eine bewegliche Schönheit.
Friedrich von Schiller

Erspüre eine „mittlere Spannung“

Sie soll Dich weder zusammensacken noch verhärten lassen. Dies erfordert Achtsamkeit für Deinen Körper und schult Dich darin, Deinem Befinden, Empfinden und Deiner Haltung Aufmerksamkeit zu schenken. Eine mittlere Anspannung verleiht Deinen Bewegungen die richtige Dosis an Spannkraft, ohne Dich zu schnell in die Verausgabung rutschen zu lassen. Sie wirkt kreatürlich und natürlich.


Achte auf fließendere, weichere Bewegungen

Eckige, zackige Bewegungen fordern Dir viel Kraft und Spannung ab. Sie erschöpfen Dich schneller und lassen Dich maschinenartig funktionieren. Das Fließende in Deinen Bewegungen wirkt entspannend auf Dein gesamtes System, denn es erhält das Signal, dass die Situation nicht gefährlich ist oder zu Kampfbereitschaft mahnt.


Sorge für Wärme

Ausgekühlte, versteifte Glieder lassen sich nicht gut anmutig bewegen. Kalte Füße lassen keinen weichen, schönen Gang zu. Einige Tipps, um Dich nach Kälte und Anspannung aufzuwärmen, findest Du >>hier. Auch Herzenswärme ist wichtig für die Harmonie. Pflege sie für Dich und andere und umgib Dich mit warmherzigen Menschen, die Dir gut tun. Gib Dir und anderen Nestwärme, in der man als Mensch gut gedeihen und sich entspannen kann.

Eine gewisse feierliche Grazie bei gewöhnlichen Dingen, eine Art von leichtsinniger Zierlichkeit bei ernsthaften und wichtigen kleidet ihn wohl, weil er sehen lässt, dass er überall im Gleichgewicht steht.

Johann Wolfgang von Goethe

Sorge für Weichheit

Füge Deiner inneren Einstellung Dir selbst und Deiner Umgebung gegenüber mehr Weichheit hinzu. Güte und Verständnis schenken Dir mehr Raum in Deinen Urteilen und Reaktionen. Dein Umgang mit Dir und anderen wird angenehmer und freudvoller und verleiht dem Leben mehr Leichtigkeit. Damit harmonisieren sich innere und äußere Haltung und Du baust innere Spannungen besser ab.


Achte auf das Schöne

Richte Deine Aufmerksamkeit immer einmal wieder auf das Schöne und Natürliche im Leben. Verbringe nicht Deine gesamte Zeit mit dem Lösen von Problemen und Aufgaben. Lege Pausen ein, in denen Du Dich Dir selbst widmest und Dich z.B. an der Schönheit eines Augenblicks, der Natur, eines Kunstwerks erfreust. Auch das Feine und Zarte darf seinen Platz in unserem Leben haben.


Gönne Dir ein Lächeln


Ein feines Lächeln wirkt sich aufhellend auf Deine Stimmung aus und sendet entspannende und positive Signale an Deinen Körper. Lass Deine Lippen weich aufeinander liegen, hebe die Mundwinkel ein wenig und lass sich Dein Gesicht mit Sanftheit entspannen. In den meisten Fällen wird auch Deine Umgebung entspannter und freudiger auf Dich reagieren und Du holst mehr Freundlichkeit und auch Grazie in Dein Leben.

Anmut ist ein Ausströmen der inneren Harmonie.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Erlaube den Gegensätzen des Lebens da sein zu dürfen

Auch dies bringt Entspannung und Würde in Deine Haltung zum Leben und Du wirst weniger zu hektischen Ausbrüchen neigen. Sorge für Ausgleich, wenn Du große Anspannung hattest. Sorge für Bewegung, wenn Du eine Phase der Stille hattest. Gleiche die Dinge Deines Alltags aus mit fließenden Übergängen und verleihe Deinem Leben eine gewisse Leichtigkeit.


Nimm Dir Zeit

Versuche Deine Pläne und Vorhaben so zu gestalten, dass Dir Zeit für Dich und für Unvorhergesehenes bleibt. Finde Dein eigenes Tempo und konkurriere nicht mit anderen, um  schneller zu sein. Gib Dir Gelegenheit, um Dich an Deinem Erreichten zu erfreuen und es anzuschauen. Genieße auch einmal die Langsamkeit, den Augenblick, Deine eigene sanfte Bewegung.


Aufrichtigkeit und Würde sind Teil Deiner Anmut

Achte die Würde bei Dir selbst und bei anderen. Wenn Du zu Deinen Werten stehst, strahlst Du Aufrichtigkeit aus. Dies gibt Dir Klarheit über Dich selbst und auch andere verstehen Dich besser in Deinen Entscheidungen und Handlungen. Du wirst Dir zudem Deiner Grenzen bewusster und kannst sie auch anderen besser aufzeigen. Ebenso wird sich damit Deine Körperhaltung aufrichten und verspannte Schultern und der Nacken können sich bessern.




Es wäre schön, wenn Dir diese Vorschläge hilfreich sind, um Deine Dir eigene Anmut wieder aus dem Dornröschenschlaf aufzuwecken. Und denke daran, dass Anmut nichts mit Künstlichkeit oder Prinzessinnengehabe zu tun hat, sondern einfach seinen Platz in der menschlichen Natur hat. Wenn wir sie als Gegensatz zu Grobheit, Plumpheit, Schroffheit, Unaufmerksamkeit und Tölpelhaftigkeit sehen, wird es vielleicht deutlicher.


Probiere doch einfach einmal aus, wie sich die Haltung der Anmut auf Dich auswirkt und beobachte die Veränderungen. Es kann eine gute Gelegenheit sein, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und für sich selbst gut zu sorgen. Hab viel Freude bei diesem kleinen Experiment und möge es Dir zur Entspannung, Entschleunigung und Inspiration dienen.


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